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Zellbasierte Immuntherapie als Behandlungsansatz bei Glioblastom
By Annika Simone Lück.
Abstract
Hintergrund: Das Glioblastom zählt zu den hochmalignen Hirntumoren mit einer weiterhin sehr ungünstigen Prognose. Trotz First-line Standardtherapie aus unter anderem chirurgischer Intervention, Strahlentherapie und Chemotherapie bleibt die Verlängerung des Gesamtüberlebens begrenzt. Immuntherapeutische Ansätze mit dendritischen Zellen (DC) und zytokininduzierten Killerzellen (CIK) zeigen vielversprechende Studienergebnisse sowohl in-vitro als auch in-vivo bei der Behandlung des Glioblastoms. Fragestellung: Ziel dieser Arbeit war die präklinische Evaluation des therapeutischen Potenzials einer Kombination aus dendritischen Zellen und zytokininduzierten Killerzellen (DC-CIK Zellen) als Behandlungsansatz bei Glioblastom. Methoden: Hierfür wurden CIK-Zellen mit autologen, gegen Glioblastomzelllysat sensibilisierten dendritischen Zellen ko-kultiviert (DC-CIK Zellen). Die zytotoxische Aktivität der DC-CIK-Zellen wurde gegenüber verschiedenen Glioblastommodellen, einschließlich Glioblastomsphäroide und Organoide, in-vitro untersucht. Zusätzlich wurden die Apoptoseinduktion, die IFN-γ und TNF-α Sekretion sowie Veränderungen der Aktivität des Wnt-Signalwegs analysiert. Ergebnisse: DC-CIK-Zellen zeigten eine signifikante zytotoxische Wirkung gegenüber Glioblastomzellen, die insbesondere bei Glioblastomsphäroiden und -organoiden ausgeprägt war. Direkte Interaktionen zwischen Tumor- und Effektorzellen erwiesen sich als wesentlich für die Aktivierung der DC-CIK-Zellen. Zudem konnte eine erhöhte apoptosevermittelte Tumorzelltötung sowie eine gesteigerte IFN-γ-Sekretion nachgewiesen werden. Eine Reduktion der Aktivität des für die Glioblastomentstehung relevanten Wnt-Signalwegs zeigte sich hingegen nur in begrenztem Umfang, ebenso wie eine Änderung der TNF-α Sekretion. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der präklinischen Evaluierung weisen auf ein potenziellen therapeutischen Behandlungsansatz von DC-CIK-Zellen bei Glioblastom hin. Für eine weitere Bewertung sind insbesondere in-vivo-Untersuchungen sowie die Kombination mit etablierten Therapieansätzen wie Temozolomid oder Immuncheckpointinhibitoren und Strategien zur Überwindung der Blut-Hirn-Schranke von Interesse.



