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Pulmonale und inflammatorische Auswirkungen des kardiopulmonalen Bypasses in der Kinderherzchirurgie unter Einsatz intraoperativer Beatmungsstrategien
By Charlotte Billstein.
Abstract
Hintergrund: Während herzchirurgischer Eingriffe bei Kindern wird die Beatmung während der kardiopulmonalen Bypassphase regelhaft unterbrochen. Dies kann zu Derekrutierung, Atelektasen sowie pulmonalen und systemischen Entzündungsreaktionen beitragen. Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, den Einfluss unterschiedlicher Beatmungsstrategien während der Aortenklemmphase auf die postoperative Atemmechanik, Ventilationshomogenität sowie Entzündungsreaktion zu untersuchen. Zusätzlich wurde geprüft, ob eine lungenprotektive Beatmung während der Aortenklemmphase ohne Beeinträchtigung des operativen Vorgehens durchführbar ist. Methodik: In dieser prospektiven, randomisierten Pilotstudie wurden 60 pädiatrische Patienten unter kardiopulmonalem Bypass drei Beatmungsstrategien während der Aortenklemmphase zugeteilt: Apnoe, CPAP und lungenprotektive Beatmung. Die Atemmechanik wurde erfasst, die Ventilationshomogenität prä- und postoperativ mittels elektrischer Impedanztomographie untersucht und systemische sowie lungenspezifische Entzündungsmarker bis 48 Stunden postoperativ bestimmt. Am Ende des Bypasses wurden in allen drei Gruppen standardisierte Rekrutierungsmanöver durchgeführt. Ergebnisse: In allen drei Gruppen blieb die postoperative Einschränkung der Atemmechanik insgesamt moderat. Die Ventilation verlagerte sich unter kontrollierter Beatmung vorübergehend nach ventral und näherte sich nach Rückkehr zur Spontanatmung wieder den Ausgangswerten an. Inflammatorisch zeigte sich ein vorübergehender Anstieg von Interleukin-6 und Angiopoietin-2. Insgesamt ließen sich zwischen den drei Gruppen keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Atemmechanik, Ventilationshomogenität oder Entzündungsantwort nachweisen. Die lungenprotektive Beatmung war bei nahezu allen Kindern ohne relevante Beeinträchtigung der operativen Bedingungen durchführbar. Schlussfolgerung: Unter standardisierten Rekrutierungsmanövern lies sich kein wesentlicher Einfluss der intraoperativen Beatmungsstrategie auf Atemmechanik, Ventilationshomogenität oder Entzündungsantwort nachweisen. Die lungenprotektive Beatmung erwies sich als technisch praktikabel. Diese Pilotstudie bildet eine wichtige Grundlage für größere, weiterführende Untersuchungen zur optimalen Beatmungsstrategie während der Aortenklemmphase.










