JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Dermatochirurgisch optimierte Ohrtamponade – eine Technik zum sicheren Verschluss des Meatus acusticus externus
By Martin Flatz, Sandra Schreiner and Christian Kunte.
Abstract
Im Rahmen (dermato-)chirurgischer Eingriffe am Kopf, vor allem temporal, präaurikulär sowie am Ohr selbst, besteht stets die Gefahr der Verlegung des Meatus acusticus externus durch intraoperative Blutungen mit Bildung okkludierender Blutkoagel.Ursächlich kann unter anderem eine Verletzung des Ramus auricularis anterior der Arteria (A.) temporalis superficialis an der Vorderseite der Ohrmuschel sein.Insbesondere aber die gute Durchblutung des Tragus und des Meatus acusticus externus durch die A. auricularis profunda sowie der Ohrhelix, hier durch die helical rim arcade, kann im Rahmen operativer Eingriffe bei Blutungsereignissen zu einer Verlegung des Meatus acusticus externus führen. 1 Während oberflächliche Fremdkörper in der Regel mittels einer Alligatorzange entfernt werden können, 2 kann bei tiefsitzenden Blutkoageln postoperativ eine Intervention durch einen Hals-, Nasen-und Ohrenarzt erforderlich sein.Eine gängige Methode zum Schutz des Meatus acusticus externus ist die Einlage fetthaltiger Gazen, in unserem Fall einer paraffingetränkten Jelonet ® -Salbenkompresse (5 × 5 cm; Smith & Nephew, Hull, England).Diese können, neben der erschwerten Handhabung, das umliegende Gebiet stark einfetten und bergen das Risiko, während der Operation zu dislozieren.So stellt eine Verwendung dieser Gazen einen Kompromiss aus einer Sichteinschränkung auf den OP-Situs bei zu oberflächlicher und aufwändiger










