JDDG Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Leistenrezidive nach standardisierter Crossektomie und Stripping der Vena saphena magna – 5‐Jahres‐Ergebnisse der LaVaCro‐Studie
By Thomas Hummel, Georgios Papapostolou, Margit Broermann and 9 others.
Abstract
Zusammenfassung Hintergrund Rezidive im Bereich der sapheno‐femoralen Crosse (SFJ) nehmen einen erheblichen Anteil der täglichen phlebologischen Praxis ein. Die Langzeitergebnisse nach High Ligation und Stripping (HL/S) der Vena saphena magna (VSM) sind bislang heterogen und teilweise widersprüchlich. Diese prospektive, multizentrische Studie wurde konzipiert, um die Ergebnisse nach standardisierter HL/S mit besonderem Fokus auf Leistenrezidive zu untersuchen. Patienten und Methodik Es wurde eine standardisierte und einheitliche HL/S der VSM durchgeführt, einschließlich des Verschlusses der Fascia cribrosa. Der primäre Endpunkt war das Auftreten eines Leistenrezidivs, erfasst durch klinische Untersuchung und Duplexsonographie. Sekundäre Zielparameter waren Rezidive an anderen Lokalisationen. Ergebnisse Insgesamt wurden 405 Patienten (519 Beine) aus 6 deutschen Venenzentren in die Studie eingeschlossen. 225 Patienten (287 Beine; 55,56 %) standen für die Fünf‐Jahres‐Nachuntersuchung zur Verfügung. Bei 21 Beinen (7,32 %) trat eine klinisch manifeste Varikose auf. Leistenrezidive wurden in 5 Fällen (1,74 %) festgestellt, von denen lediglich zwei klinisch relevant waren. Die Mehrzahl der klinisch erkennbaren Varizen war auf Perforansinsuffizienzen zurückzuführen. Schlussfolgerungen Die standardisierte Operationstechnik der HL/S – einschließlich der Ligatur kleiner Seitenäste der Vena femoralis communis in unmittelbarer Nähe der SFJ sowie des Verschlusses der Fascia cribrosa als anatomische Barriere – zeigt auch nach 5 Jahren exzellente Ergebnisse.









