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Nachhaltige Epileptologie: Akzeptanz telemedizinischer Versorgung unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte
By Rosa Luise Kilburg.
Abstract
Eine Befragung von 357 Patienten der Epileptologie am Universitätsklinikum Bonn untersuchte, welche Faktoren die Akzeptanz von Telemedizin in der Epilepsieversorgung beeinflussen, mit besonderem Fokus auf Verkehrsmittelnutzung, digitale Kompetenz und Umweltbewusstsein. Die Mehrheit der Teilnehmenden (69,8%) bevorzugte ausschließlich persönliche Arztbesuche, 26,1% sprachen sich für ein Hybridmodell aus und nur 4,1% für reine Telemedizin. Obwohl zwei Drittel der Befragten mittlere bis hohe Online-Kenntnisse angaben und drei Viertel Interesse an Umweltthemen zeigten, blieb die Präferenz für den persönlichen Kontakt dominierend. Als wesentliche Nachteile der Telemedizin wurden vor allem der Mangel an persönlicher Interaktion (54,1%) und das Fehlen von Blutuntersuchungen (51,5%) genannt. Zu den wichtigsten Vorteilen zählten hingegen die Zeitersparnis (42,6%) und die Vermeidung von Anfahrtswegen (52,7%). Die Sorge vor fehlender persönlicher Interaktion stand in Zusammenhang mit einer geringeren Akzeptanz der Telemedizin. Im Gegensatz dazu wurden ein verringertes Infektionsrisiko, weniger Fehlzeiten am Arbeitsplatz, vermiedene Anfahrten sowie ökologische Vorteile mit einer Präferenz für ein Hybridmodell assoziiert. Trotz ausgeprägtem Umweltbewusstsein unterstreicht die klare Bevorzugung persönlicher Termine die Diskrepanz zwischen ökologischen Einstellungen und tatsächlichem Verhalten. Ein hybrides Versorgungsmodell, das Telemedizin und Präsenzbesuche kombiniert, könnte sowohl ökologische als auch patientenseitige Bedürfnisse besser vereinen.





