Abstract / Summary
Zusammenfassung: Theoretischer Hintergrund: Die Einrichtung der neuropsychologischen Psychotherapie als eigenständiger Gebietsweiterbildung fördert die Etablierung von Neuropsychologischen Hochschulambulanzen an den Universitäten. Fragestellung: Der vorliegende Artikel beleuchtet die Entwicklung neuropsychologischer Hochschulambulanzen in den letzten 10 – 15 Jahren, untermauert mit exemplarischen Daten einer Beispielambulanz. Methode: Die Erfahrungen bezogen auf die Umsetzung von Aus- und Weiterbildung im Bereich der Klinischen Neuropsychologie (altes System) bzw. auf dem Gebiet der Neuropsychologischen Psychotherapie (neues System) und der klinischen Versorgung von Patient_innen mit erworbenen Hirnschädigungen im Rahmen dieser Strukturen werden reflektiert. Ergebnisse: Erfahrungen mit der Bereichsweiterbildung Klinische Neuropsychologie unter Refinanzierung von Anstellung und Theorie können teilweise auf die Umsetzung der Gebietsweiterbildung übertragen werden. Behandlungsdaten einer neuropsychologischen Hochschulambulanz illustrierten Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten im Vergleich zu anderen psychotherapeutischen Hochschulambulanzen. Aufgrund der Heterogenität der Ätiologien und Beeinträchtigungsprofile sind individuelle Betrachtungen von Outcomeparametern notwendig. Schlussfolgerung: Erfahrungen bezüglich der Verzahnung von Aus- und Weiterbildung, wissenschaftlicher Qualifikation und klinischer Versorgung werden positiv subsumiert.