Journal für Endokrinologie Diabetologie und Stoffwechsel
Neues zum PCOS/PMOS – „polyendokrines metabolisches Ovar-Syndrom“ bei Frauen … und Männern
By Barbara Obermayer-Pietsch.
Abstract
Zusammenfassung Das „PMOS“ ist als „polyendokrines metabolisches Ovar-Syndrom“ seit Mai 2026 die neue Bezeichnung für „PCOS“, das ehemalige „polycystische Ovar-Syndrom“ – eine komplexe endokrine Stoffwechselveränderung mit hormonellen Auswirkungen, die weltweit vermutlich hunderte Millionen Frauen betrifft; wahrscheinlich ist jede 5. bis 10. Frau betroffen. Viele davon sind aktuell nicht diagnostiziert oder es dauert einige Jahre, bis eine sinnvolle Diagnose gestellt wird – wobei PMOS alle Lebensphasen von Frauen ab der Pubertät bis in die Menopause betrifft. Die Aufnahme des Begriffes „metabolisch“ soll die Bedeutung der Stoffwechselveränderungen unterstreichen, die für Pathogenese, Diagnostik und Therapie des PMOS entscheidende, aber noch deutlich zu wenig bekannte und therapierte Faktoren sind. Aktuell werden die PMOS-Leitlinien überarbeitet, 2028 gibt es dann eine neue Version dazu. Forschung mit und für Frauen mit PMOS (und aufgrund neuester Genetik-Daten ebenso disponierte Männern!) läuft, ebenso auch Aufklärung über Häufigkeit, klinische Symptome von Insulinresistenz und Hirsutismus bis zu unerfülltem Kinderwunsch. Zu Diagnostik, Risiken für spätere kardiometabolische Erkrankungen, aber auch zu neuen Therapieformen wird mit internationaler Unterstützung geforscht.



