Die Nephrologie
Kreislaufwirtschaftliche Aspekte der Hämodialyse
By Alina Krieger, Franziska Zecha, Anne-Kathrin Cassier-Woidasky and 1 others.
Abstract
Die Hämodialyse (HD) verursacht durch Einwegprodukte einen hohen Ressourcenverbrauch und erhebliches Abfallaufkommen (in Deutschland ca. 55.000 Mg/a). Detaillierte Daten zur Materialzusammensetzung fehlen weitgehend. Welche und wie viele Materialien werden als HD-Einwegprodukte eingesetzt, und welche kreislaufwirtschaftlichen Ansätze lassen sich aus dieser Information ableiten? 3 HD-Sets für Shunt- und Katheterbehandlungen wurden demontiert und mittels ATR(„attenuated total reflection“)-FTIR(„Fourier-transform infrared“)- und XRF(„X-ray fluorescence“)-Analysen untersucht. Zusätzlich wurden Einsatz- und Entsorgungsmassen berechnet. Die Abfallmasse beträgt je Behandlung ca. 0,72–0,86 kg (entleert) bzw. 0,90–1,03 kg (nicht entleert), entsprechend etwa 103–123 kg Abfall pro Patient und Jahr. Innerhalb der untersuchten Produktkonfigurationen verursacht die Dialyse über einen arteriovenösen Shunt geringere Abfallmassen und geringere Klimawirkungen der Materialherstellung. Eine geringere Materialvielfalt kann die Kreislauffähigkeit positiv beeinflussen. Nach Möglichkeit sollten weniger materialintensive Produkte bevorzugt werden. Weitere Schritte sind die Getrennterfassung oder die anderweitige Abtrennung aus dem Abfallstrom und die nachfolgende hochwertige Verwertung.







